Die Pflanzenwelt

Die Mitte der Insel bedeckt ein Nadelwald, in den sich nur am Rand und nahe des Tempels Laubbäume verirrt haben. Manche Stellen des Waldes sind so dicht, dass man sich nur mit Mühe hindurch kämpfen kann, andere wiederum so frei, dass man von einer Lichtung in die andere geht. In der Mitte des Waldes erhebt sich der größte Berg der Insel, auf dessen Spitze der Tempel der Atlanter gebaut wurde. Von diesem Tempel aus kann man beinahe die ganze Insel überblicken.

Außerhalb des Waldes finden sich Wiesen mit verwilderten Blumen. Manchmal sieht es aus wie ein verwilderter Garten. Da die Kantálin keinen Ackerbau betreiben, kann die Natur so wachsen, wie sie möchte. Nur in den Siedlungen der Kantálin muss sie weichen. Aber dafür legen die Kantálin Gärten an und pflegen die Pflanzen. Da bei den Kantálin nur alle paar Jahrzehnte ein Kind geboren wird, werden die Siedlungen auch mit der Zeit nicht viel größer. Wenn die jungen Kantálin alt genug sind, zu heiraten und auszuziehen, ist meist ein Haus leer geworden, da ein alter Zeitloser keine Lust mehr hatte zu leben. Oder ein Térrigo nicht von seiner Reise zurückkam.

Ihre Häuser bauen die Kantálin mit dem Holz der Bäume aus dem Wald. Da sie allerdings keine Feuerstellen brauchen, da es auf Atlantis nie Winter wird, macht dem Wald das Fällen der Bäume nichts aus. Alle paar Jahrhunderte wird vielleicht ein neues Haus gebaut, Zeit genug für den Wald, wieder neue Bäume groß und stark werden zu lassen.

Sand gibt es nicht an der Küste der Insel, aber dafür Klippen und Felsenriffe. Hier liegt der Ring des Schutzschildes, manchmal endet er direkt an dem Riff, manchmal etwas draußen auf dem Meer. Wenn er genau am Riff endet, sieht man die magischen Kreaturen, wie sie sich an den Fels klammern und versuchen, zu der magischen Quelle zu gelangen. Doch niemals könnten sie den Schutzschild durchbrechen, da sie kein kantálinisches Blut in sich tragen.

Die Klippen überzieht eine feine Moosschicht, mit dem die Kantálin ihre Matratzen ausstopfen und die Dächer ihrer Häuser dichten, sodass kein Regen eindringen kann. Mithilfe der losen Steine von den Klippen haben die Kinder ein Spiel entwickelt. Die Steine färben sie mit Hilfe von Blüten, Blättern, Erde oder Moos verschieden ein und werfen sie dann zu einem ungefärbten Stein. Das Kind, welches den Stein trifft, hat gewonnen.

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