Térrigo - Die Weltenbummler

Die Térrigo stehen hoch im Ansehen auf Atlantis. Denn wer ein Térrigo ist, ein Weltenbummler, der hat es geschafft, sich wie die Menschen zu geben und unerkannt unter ihnen sein zu können, selbst durch die Schönheit nicht mehr aufzufallen.
Denn nur die Besten dürfen unter den Menschen wandeln und die Geschichte der Menschen aufschreiben.

Wappen Die Ausbildung zu einem Térrigo ist hart und fängt, in kantálinischen Maßstäben gerechnet, früh an. Sie dauert beinahe ein Jahrhundert. Die Kantálin müssen alle Sprachen der Welt erlernen und perfekt beherrschen können, ebenso müssen sie in der Geschichte und der aktuellen Politik aller Länder der Erde bewandert sein. Durch die Bücher der Bibliothek müssen sie sich ein Grundwissen in den Naturwissenschaften erarbeiten.

Doch der wohl schwierigste Part ihrer Ausbildung ist das Erlernen des Essens und Trinkens. Die Kantálin haben im Laufe der Zeit verlernt, Nahrung zu sich zu nehmen, da sie Essen und Trinken nicht zum überleben brauchen. Auch das Hungergefühl ist ihnen vollkommen fremd. Die Térrigo lernen, wie man etwas isst und was Essbar ist für die Menschen ist und was nicht. Nur die wenigsten schaffen diesen Part der Ausbildung, denn die Kantálin schmecken nichts mehr. Sie legen sich eine Scheibe Fisch in den Mund, kauen und schlucken es hinunter, doch sie schmecken nichts davon.

Viele Kantálin schaffen es nicht, etwas hinunterzuschlucken, was sie nicht schmecken können, da es alles sein kann, was in ihrem Mund ist. Ebenso ist es mit dem Trinken. Der Schutzschild hat die Besonderheit, dass er dann aktiv wird, wenn Feuchtigkeit auf die Haut zu treffen droht. Deswegen können die Kantálin zwar Trinken, aber sie brauchen es nicht. Zumal sie alles verschütten würden, wenn auch nur ein Tropfen drohte, ihre Haut zu benetzen. Die Térrigo lernen, zu trinken, ohne einen Tropfen zu verschütten.

Das Schmerzhafte dabei ist, dass die alten Verdauungstrakte, die sie noch aus ihrer menschlichen Zeit haben, langsam wieder aktiv werden, schmerzhaft sich wieder ausfalten, aber auch nur bis zu einem bestimmten Grad, gerade so, dass die Térrigo ein wenig Nahrung verdauen können, gerade genug Nahrung, dass es nicht auffällt, wie wenig sie essen.

Auf Atlantis erkennt man die Térrigo an ihrem kurzen Haar, welches so unüblich für die Kantálin ist. Die Kantálin lassen ihre feinen Haare bis zu den Hüften wachsen und probieren die wunderlichsten Frisuren aus. Die Farbe der Haare der Kantálin ist ein sattes, tiefes Schwarz oder ein leuchtendes, reines Gold. Nur die Térrigo färben sich ihre Haaren, machen sie menschlicher, doch ihrer Schönheit tut dies keinen Abbruch.

Die Aufgabe der Térrigo ist es, in der Welt der Menschen zu wandeln und die Geschichte aufzuschreiben. Ebenso beschützen sie die Menschen davor, sich selbst zu vernichten. Sie versuchen, dass das Chaos, welches vor so vielen Jahrhunderten auf der Erde gewütet hat, nicht noch einmal an das Tageslicht tritt. Doch die Menschen haben ein für die Kantálin unvorstellbares Bedürfnis, sich selbst zu beweisen, wer der Stärkere ist. Anstatt ihre kurze Lebensspanne mit den Freudenseiten des Lebens auszufüllen, ziehen sie nur zu gern in den Krieg und in ihr Verderben.

Die Kantálin, die diese Ausbildung nicht schaffen, werden in der Schifffahrt ausgebildet. Sie lernen die beschwerliche √úberfahrt zur Welt der Menschen zu meistern. Ihnen obliegt die Verantwortung, ihre Gildenmitglieder sicher ans andere Ufer oder zur√ľck nach Atlantis zu bringen, vorbei an den gef√§hrlichen Kreaturen, die der Schutzschild anzieht.

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